„Gestorben wird immer“ von Alexandra Fröhlich


„Gestorben wird immer“ von Alexandra Fröhlich

„Gestorben wird immer“ von Alexandra Fröhlich

Gestorben wird immer“ lautet das Lebensmotto der alten Agnes, die seit Jahrzehnten mit harter Hand einen erfolgreichen Steinmetzbetrieb in Hamburg leitet. Agnes, jetzt 91 Jahre alt, ist an einem Punkt angekommen, wo sie „klar Schiff“ machen möchte. Dazu soll Birte, ihre Enkeltochter, die ganze Familie zusammentrommeln – eine schwierige Aufgabe, denn die Familie ist heillos entzweit: Birtes beide Onkel hassen einander, ihr Bruder hält sich von allem fern, ihr Vater ist ein gewalttätiger Trinker, vor dem ihre Mutter vor vielen Jahren floh.
Aber da die herrische Agnes Birte finanziell in der Hand hat, bleibt ihrer Enkelin nichts anderes übrig, als zu gehorchen.
Mit großer Lust am Erzählen entwirft Alexandra Fröhlich eine Geschichte, die bis in die 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurückreicht.
Erzählt wird auf drei Zeitebenen, einmal in der Zeit der jungen Agnes, in Ostpreußen 1935, dann in der Kindheit von Birte in Hamburg 1978 und im „jetzt“, Hamburg 2008.

Nach einer völlig unbeschwerten Kindheit und Jugend in Königsberg, wird die junge Agnes plötzlich von ihren Eltern fast gezwungen, den nazitreuen Steinmetz Wilhelm zu heiraten. Nachdem dieser in den Krieg gezogen ist, muss Agnes gegen Ende des Krieges allein mit ihren Kindern aus Ostpreußen fliehen.
Die Kindheit ihrer Enkelin Birte wiederum ist geprägt von vielen ungeklärten Fragen: Wohin ist ihre Mutter verschwunden? Hat der Tod ihrer Cousine Astrid zum Streit zwischen den Onkeln geführt? Und wer ist dieser Gregor, der plötzlich auftaucht und den die sonst gebieterische Agnes so sanft behandelt?

8. Juni 2017 N. N.